Faculdade de Medicina

 

Faculdade de Medicina Antroposófica de Witten/Herdecke - Alemanha
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Dr. Antonio Marques

Goethes Deduktive Methode

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist uns vor allem als Literat, Dichter, Dramaturg, Romancier und Kritiker bekannt. Er war jedoch ebenso Naturforscher, Wissenschaftler und verfasste in dieser Eigenschaft mineralogische, osteologische, optische und botanische Studien. Er entdeckte die von Aristoteles entwickelt deduktive Methode wieder und verhalf ihr zur Akzeptanz als wissenschaftliche Methode allgemeiner Gültigkeit. Rudolf Steiner verlegte als erster das komplette naturwissenschaftliche Werke Goethes und entwickelte die "Goethesche Methode" (Goetheanismus), die in der Anthroposophie angewendet wird.

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Existieren Motorische Nerven?

Welche sollte die "postmoderne" wissenschaftliche Haltung sein? Es ist wichtig, dass man die wahre Wissenschaft, die in das Reich der Ursachen eindringt, erarbeitet, denn die Entwicklung der Wissenschaft ist unerdenklich ohne das Wissen der Kausalität. Anhand des eigentlichen wissenschaftlichen Wegs, der durch Aristoteles angedeutet wurde (und von Goethe zitiert, in seinem Buch „Theorien der Natur") sollte man die notwendigen Schritte tun, die für eine Konzept- (oder Thesen-) bildung notwendig sind. Dafür existieren zwei Wege: die unmittelbaren Schlussfolgerungen (Axiome) und die mittelbaren Schlussfolgerungen (durch mehrere „wahre" Argumente versucht man zu einem Konzept zu kommen). Das Axiom ist eine nicht nachweisbare Behauptung, deren, Akzeptanz als wahre Aussage durch eine logische Sequenz durchgesetzt wird. Beispiel: „Zum Denken muss man existieren" (Satz von René Decartes in seinem Buch „Rede von der Methode"). Dieser Satz ist komplett und logisch in sich, jedoch können die nominalen Definitionen „das Denken"oder „die Existenz" als Thesen verwendet werden, um erarbeitet zu werden. Die nominale Definition sagt nur darüber aus, was eine Sache ist, aber nicht, ob sie existiert, wie sie sich zeigt, ob sie Einflüsse erleidet, ihre Menge, ihre Qualität usw. Hier kommt man schon in die aristothelischen Kategorien, die dem wissenschaftlich deduktiven Denken die Sequenz geben. Genau in diesem Punkt unterscheiden sich die zwei wesentlichen, wissenschaftlichen Denkweisen: Die heutige Wissenschaft (induktiv) stoppt bei den Axiomen und den nominalen Definitionen und formuliert ihre Hypothesen daraus, jene die niemand diskutiert (Dogmen). Sie reduziert das Universum und den Menschen zu wenigen Elementen und das Ganze und die Ursache wird ins Transzendentale geworfen (Kant). So können chemische Substanzen und Nerven fantastische Dinge vollziehen, wie das Denken, das Fühlen und Wünschen usw.. Deshalb ist diese Denkweise dualistisch, induktiv, experimentel (empirisch), cartesisch, baconisch, kantisch (und platonisch). Die deduktive Wissenschaft (post-moderne) geht einen Schritt vorraus, da man nicht das Objekt betrachtet, ohne zu fragen, wie es sich verhält, ob es Einflüsse erleidet über seine Quantität und Qualität usw., d.h. über seine „Realität". Realität im aristotelischen Sinne bedeutet „verursachende Elemente" mit der „physischen Ausdrucksweise" in Verbindung zu setzten. Aus mehreren Elementen und Daten des Problems, soll man zum Konzept oder zu der These kommen. Die Hypothesen sind aus mittelbarer Deduktion formuliert (man benutzt den deduktiven Silogismus, d.h. man kommt zur Schlussfolgerung durch mehr als zwei als wahr angesehene Behauptungen). Das ist die Vorgehnsweise, die häufig beim wissenschaftlichen Denken angewendet wird. Man geht vom Ganzen aus (das Universum, die Natur) um zu den Details zu kommen. Deshalb monistisch, deduktiv, nicht empirisch, aristotelisch, goetheanistisch genannt.

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